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In eigener Sache: Neuer Mitarbeiter
Erfreulicherweise geht das Jahr 2011 als bisher erfolgreichstes
in die immer noch recht junge Geschichte von planpolitik ein.
Beflügelt durch das gute letzte Jahr haben wir uns entschieden,
mit Konstantin Kaiser unseren dritten festen Mitarbeiter einzustellen.
Konstantin ist seit 2009 regelmäßig als freier
Mitarbeiter für planpolitik im Einsatz, u.a. hat er das
brandaktuelle Planspiel zur Schuldenkrise entwickelt. Er hat
an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft
studiert, liest aber - für einen Politologen nicht selbstverständlich
- in der Zeitung immer zuerst den Wirtschaftsteil...

Neues OGV-Planspiel zum „Six-Pack“
der EU-Kommission
Im Auftrag der Vertretung der Europäischen Kommission
in Deutschland haben wir ein neues OGV-Planspiel zum Umgang
der EU mit der Finanz- und Eurokrise entwickelt. In dem Planspiel
geht es um die in der Realität bereits abgeschlossenen
Beratungen zu den von der Kommission vorgelegten Finanzregulierungsmaßnahmen,
kurz „Six Pack“ genannt. Wir sind gespannt, wie
dieses recht anspruchsvolle Planspiel angenommen wird. Es
existiert sowohl in einer Kurz-(3 Std.) wie auch in einer
Langversion (7 Std.) und kann über die Vertretung
der EU-Kommission in Deutschland gebucht werden.
Fortsetzung der Planspielreihe
im Europäischen Haus
Es geht weiter: Vor wenigen Tagen haben wir von der Vertretung
der Europäischen Kommission in Deutschland den Zuschlag
bekommen, im nächsten Jahr weitere 70 Europaplanspiele
für Schülerinnen und Schüler im Europäischen
Haus in Berlin durchzuführen. Zusätzlich zum bestehenden
Angebot kommen 10 Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer
hinzu, sowie die Neuentwicklung eines Planspiels zum Thema
Finanz- und Wirtschaftskrise. Außerdem wird eines der
Planspiele speziell für Schülerinnen und Schüler
der 5. und 6. Klassen angepasst sowie eines für Hauptschülerinnen
und -schüler. Wir freuen uns sehr, dass die erfolgreiche
Zusammenarbeit weitergeht!

Nähere Informationen über die Planspielreihe und
Anmeldungen hier.
Die Planspiele sind für die teilnehmenden Schulen kostenlos.
(bjö. - Nov 11)
Zuschlag von EU-Kommission: Neue
Planspiele für Grundschulen
Mitte Oktober haben wir von der Vertretung der Europäischen
Kommission in Deutschland den Zuschlag erhalten, insgesamt
20 Planspiele an Grundschulen und 6 Planspiele an weiterführenden
Schulen in Niedersachsen durchzuführen!

Auf Initiative des Europäischen Informationszentrums
in der Niedersächsischen Staatskanzlei hatten wir im
vergangenen Halbjahr erstmals Planspiele an Grundschulen durchgeführt
– der erste Einsatz von planpolitik für diese Altersgruppe!
Nach anfänglicher Skepsis, ob man das Thema Europa für
Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren sinnvoll in Form eines
Planspiels darstellen kann, waren die Veranstaltungen schließlich
ein großer Erfolg. Nun soll es im kommenden Halbjahr
eine neue Runde mit über 20 Planspielen geben. Wir freuen
uns, dass die Altersspanne bei unseren Veranstaltungen nun
von 8 bis 80 reicht. Noch kleinere Kinder haben wir zu Hause,
an die müssen wir uns nicht auch noch beruflich annähern…(bjö.
- Oktober 2011)
Train-the-trainer Workshop
in Sarajevo
Im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung
in Bosnien-Herzegowina sowie der deutschen NGO pharos
haben wir vom 28.-30. Oktober 2011 in Sarajevo einen Train-the-trainer
Workshop für die Anleitung eines Planspiels zu Koalitionsbildung
in einem multi-ethnischen Staat durchgeführt. Das Planspiel
ist fiktiv, aber mit starken Parallelen zur politischen Realität
in Bosnien-Herzegowina. Dabei geht es in erster Linie um die
Frage, inwiefern sich politische Parteien eher über ihre
ethnische Zugehörigkeit oder eher über ihre politische
Ausrichtung hinsichtlich inhaltlicher Fragen definieren, und
wie in diesem Spannungsfeld Regierungskoalitionen gebildet
werden können.
Gleich nach Beendigung der Veranstaltung wurde erfreulicherweise
die erste eigenständige Durchführung in Banja Luka
im Dezember diesen Jahres vereinbart. Wir hoffen natürlich,
dass noch zahlreiche Durchführungen folgen werden! (sim.
- Oktober 2011)
Vier Tage Workshop
in Tunis – Demokratie hautnah…
Wir waren vom 22.-25. September 2011 zum zweiten Mal auf
Einladung der Friedrich Ebert Stiftung in Tunesien.
Und seit dem letzten Mal hat sich sehr viel geändert!
Das erste Mal waren wir hier im November 2010 – kein
Mensch hatte damals geahnt, welche fundamentalen Veränderungen
dem Land bevorstehen würden. Mit umso größerem
Interesse haben wir aus der Ferne die Revolution im Januar
2011 verfolgt. Und sofort zugesagt, als die Anfrage kam, ob
wir Interesse hätten, wieder nach Tunesien zu kommen,
um zunächst eine Simulation durchzuführen, und zwar
eines Wahlkampfes in einem fiktiven Land, das sich jedoch
in einer ähnlichen Umbruchssituation wie Tunesien befindet;
und anschließend eine Zukunftswerkstatt, in der die
jungen Menschen Ideen und Vorschläge für die Zukunft
ihres Landes entwickeln sollten. Wann hat man schon –
aus einer recht stabilen, und bisweilen sehr behäbigen,
westlichen Demokratie kommend – die Möglichkeit,
mit Menschen ins Gespräch zu kommen, deren Land sich
im Umbruch befindet und vor wegweisenden Entscheidungen hinsichtlich
der Ausgestaltung des zukünftigen politischen Systems
steht?

Es hat einige Zeit gedauert, bis aus der Idee ein konkretes
Projekt wurde. Ende September 2011 waren wir endlich wieder
da – die Revolution liegt nun neun Monate zurück,
und die anfängliche Euphorie über die gewonnenen
Freiheiten ist einer deutlich nüchterneren Sichtweise
auf die aktuellen politische wie wirtschaftliche Situation
im Land gewichen. Insbesondere die junge Generation, die eine
der Haupttriebkräfte der Revolution war, ist enttäuscht
über die wenigen Veränderungen, ist misstrauisch
gegenüber der politischen Klasse.
Gerade vor diesem Hintergrund waren wir sehr gespannt, wie
unser Angebot angenommen werden würde. Wenngleich die
Teilnehmenden überwiegend Studierende aus höheren
Gesellschaftsschichten angehören und man somit nicht
von einem repräsentativen Abbild der tunesischen Gesellschaft
sprechen kann, so waren doch sehr unterschiedliche Sichtweisen
und Ideen über die Zukunft des Landes vertreten, nicht
zuletzt im Hinblick auf die zukünftige Rolle religiöser
Parteien.
Das Land steht gewissermaßen am Scheideweg, und bisher
ist nicht klar, welche Richtung es nehmen wird. Die jüngsten
Wahlen zur verfassungs-gebenden Versammlung haben erste Hinweise
gegeben, wie die politischen Kräfteverhältnisse
in der tunesischen Gesellschaft verteilt sind und, dass die
gemäßigte islamische Partei Ennahda eindeutig die
stärkste politische Kraft ist. Es bleibt zu hoffen, dass
die junge Generation sich weiterhin einmischt, dass sie ihre
Ideen für eine gerechtere und offenere Gesellschaft weiter
trägt und dass sie sich nicht abschrecken lässt
von den Realitäten des tagtäglichen politischen
Geschäfts. Denn eine Demokratie braucht eine lebendige
Zivilgesellschaft, die die Machthaber kontrolliert. Dass Demokratie
anstrengend ist und viel Arbeit, Diskussion und Nerven fordert,
macht die Teilhabe nicht weniger wichtig, im Gegenteil. (sim.
- September 2011)
„Was bringt mir Europa?“
Schüler und Berufstätige im Gespräch
Es war ein spannendes Experiment, so heterogene Gruppen
miteinander diskutieren zu lassen: SchülerInnen und junge
Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Medien.
Und mit einigem Abstand kann man sagen: Es ist aufgegangen!

(Foto: Thomas
Kunsch)
Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben wir mit
den Schülerinnen und Schülern (12./13. Klasse) aus
Gütersloh und Paderborn zunächst eine Zukunftswerkstatt
zur Frage „Was bringt mir Europa?“ durchgeführt,
an deren Ende konkrete Empfehlungen zu drei Politikbereichen
standen. Diese bildeten die Grundlage für die Diskussionen
zwischen SchülerInnen und Alumni drei Wochen später
beim Netzwerktreffen der Europa-Sommerakademie der Bertelsmann
Stiftung.
Die größte Herausforderung lag darin, die beiden
Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen – die
SchülerInnen mussten ihren großen Respekt vor den
Alumni ablegen, während die Alumni ihrerseits sich auf
die Empfehlungen der Schüler einlassen mussten. Fazit:
Es hat besser funktioniert als wir erwartet hätten, was
sicherlich daran lag, dass die Gruppe der Alumni mit 25 TN
relativ klein war und somit eine gute Arbeitsatmosphäre
entstand. Außerdem waren sich die Alumni darin einig,
dass die Schüler sehr gut vorbereitet waren, was in allen
vier Arbeitsgruppen eine Diskussion auf Augenhöhe ermöglichte.
(sim. - Oktober 2011)
„Changing Europe Summer
School“ in Moskau
Seit mittlerweile 6 Jahren sind wir fester Bestandteil der
„Changing Europe Summer School“, organisiert durch
Heiko Pleines von der Universität Bremen, in der Doktoranden
ihre Forschungsprojekte vorstellen. Zu Anfang der Sommerschule
führen wir jedes Mal ein Planspiel durch – dieses
Mal in Moskau an der Higher School of Economics zum Thema
Finanzkrise. Simuliert wurde ein Börsencrash –
hat funktioniert! Die HSE zeigt sich interessiert an einer
Fortführung der Kooperation. Wir hätten nichts dagegen.
(sim. - August 2011)

5 Jahre Bürogemeinschaft
Friedelstraße 16
Irre! 5 Jahre im hippsten Bezirk Berlins. Mittendrin unser
„Ladenlokal-Büro“. Unser Übersetzer
vom Dienst nennt es Detektivbüro, da er meint, wir säßen
wie Detektive hinter der Scheibe und würden genau beobachten,
wer wann und vor allem wie und mit wem vorbei läuft.
Uns entgeht nichts. Einige kommen jeden Tag. Manche grüßen.
Türkisch haben wir von unserem Nachbarn gelernt, für
den wir Amtsgänge klären. Große Freude bei
ihm, dass wir die zumindest die Begrüßungsfloskeln
auf Türkisch können. Cok güzel – sehr
gut. Einige Neuköllner Ureinwohner kommen auch täglich
vorbei. Manche nüchtern. Manche nicht. Aber immer freundlich.
Das gilt auch für den Macher des Sex-Shop schräg
gegenüber. Das Geschäft läuft allerdings nicht
so prächtig. Was die Brezel-Company ebenfalls schräg
gegenüber nicht von sich behaupten kann. Expansionskurs!
Mittlerweile besetzen sie das gesamte Erdgeschoss des Eckhauses.
Haben wohl u.a. die Brezel-Lizenz für das Olympiastadion.
Jedenfalls kaufen wir bei den Brezelleuten fast täglich
unser belegtes Brötchen – für 2,80 Euro. Das
war früher auch mal anders.

Aber früher war hier im Kiez sowieso alles anders. Da
mussten wir uns noch fast schämen dafür, dass wir
unser Büro in der Friedelstraße haben. Heute würden
uns im Zweifel einige Geld bieten, wenn wir unser Ladenlokal
räumen. Tun wir aber nicht. Wir fühlen uns sehr
wohl hier. Gentrifizierungsdebatten hin oder her.
Sie sind und Ihr seid herzlich willkommen, vorbei zu kommen
– wir sehen Euch garantiert durch unser großes
Fenster! (sim. - August 2011)
Sommerschule in Amman, Jordanien
Jordanien - Land ohne Fußwege, Land der Temperaturunterschiede
von 30 Grad zwischen Tag und Nacht und der besten Pizzabäcker
südlich von Sizilien. Der erste Besuch durch planpolitik
führte Christopher an die Deutsch-Jordanische Fachhochschule.
Ein "Nicht Parken"-Schild verrät unmissverständlich,
dass man angekommen ist. Und auch sonst mutet diese Einrichtung
zwischen Jordanien und Deutschland manchmal skurril an: Porträts
derzeitiger und kommender Könige blicken wohlwollend
auf hervorragend Deutsch sprechende jordanische Studenten,
unter denen viele verdächtig blonde Menschen sind.

Auch die Planspielgruppe war sehr gemischt: Neben Jordaniern
und Syrerinnen waren einige Deutsche, aber auch Kanadier mit
arabischem Hintergrund vor Ort, und von angehenden Übersetzerinnen
über Ingenieure, Pharmazeutiker, Informatiker bis zu
einigen Sozialwissenschaftlerinnen war so gut wie jede Richtung
vertreten. Entsprechend vielfältig waren die Herangehensweisen,
als es darum ging, "Wahlbetrug in Fontanien" zu
diskutieren. Als Vertreter einer fiktiven Inotischen Union
musste eine gemeinsame Position gefunden werden. An Temperament
fehlte es selten, nur als nach dem Planspiel Parallelen zur
realen Welt gezogen werden sollten - Stichwort Position der
EU gegenüber Libyen -, wurde es leider schnell still.
Aber natürlich nicht nur, wie und ob kritisch diskutiert
wird, auch bei der Gretchenfrage nach Alkohol und Abendprogramm
werden sich die Unterschiede zwischen den Teilnehmern der
Sommerschule in den verbleibenden anderthalb Wochen wohl bemerkbar
machen. (chr. - September 2011)
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Finanz-Workshop
der neue Renner
Wie bereits berichtet, haben wir im Herbst 2011 im Auftrag
der Friedrich Ebert Stiftung einen 2-tägigen Workshop
zur Finanz- und Schuldenkrise für unterschiedliche Zielgruppen
entwickelt, u.a. mit zwei kurzen fiktiven Planspielen - eines
zu einem Börsencrash, das andere zu einer Staatsschuldenkrise.
Nachdem wir das Konzept im vergangenen Jahr zweimal bei der
FES in Bonn getestet und anschließend überarbeitet
haben, scheint sich der Workshop als neuer Renner in unserem
Angebot zu etablieren. Allein in den kommenden zwei Wochen
führen wir den Workshop insgesamt viermal durch.
In dem fiktiven Planspiel zur Eurokrise haben die Regierungen
der beteiligten Länder die Aufgabe, in mehreren Runden
ihre Haushaltspläne aufzustellen. In harten Verhandlungen
mit innenpolitischen Akteuren wie dem Unternehmerverband,
der Gewerkschaft oder dem Beamtenbund werden Steuern und Ausgabenprioritäten
festgelegt und die Höhe der Neuverschuldung bestimmt.
Ratingagenturen bewerten die Solidität der Haushaltspolitik.

Doch dann kommt ohne Vorwarnung die Krise. Die Staaten müssen
ihre Banken retten und Konjunkturpakete verabschieden. Die
Haushalte rutschen ins Defizit, die Ratings werden schlechter.
Die "Rosanische Union" bietet sich als Notfall-Kreditgeber
an, doch im Gegenzug verlangt sie ein Mitspracherecht in der
Haushaltsplanung...
In Kombination mit unserem Finanzmarkt-Planspiel, in der
ein Börsen-Crash simuliert wird, und einigen weiteren
interaktiven Lernstationen, lernen Schülerinnen und Schüler,
welche Ursachen die Finanzkrise hatte, worum es in der aktuellen
Schuldenkrise um Griechenland und weiteren EU-Staaten eigentlich
geht, und welche politischen Antworten es geben kann.
Modul "International
Negotiation" für Online-Master-Studiengang aktualisiert
Seit 2007 unterrichten wir im Rahmen des Online-Masterstudiengangs
International Relations an der Freien Universität
Berlin ein englischsprachiges Modul zu internationalen Verhandlungen.
Das Modul beinhaltet ibt einen umfassenden theoretischen Einstieg
in die Materie, sowie einen großen praktischen Teil
über Verhandlungen allgemein sowie insbesondere im internationalen
Kontext. In den vergangenen Wochen haben wir die Inhalte umfassend
überarbeitet und aktualisiert – es war erfrischend,
nach all den Jahren auch einmal wieder wissenschaftlich zu
arbeiten. Und wir spielen mit dem Gedanken, daraus eines Tages
eine Veröffentlichung als Lehrbuch zu machen.
Safer Internet Day 2012: Planspiel
zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag
Im Rahmen des Safer Internet Day 2012 am 7. Februar werden
wir ein Planspiel zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen
Landtag in Potsdam anleiten. Wir sind sehr gespannt auf dieses
Planspiel, da wir zum ersten Mal seit Bestehen von planpolitik
ein Planspiel anleiten werden, das wir nicht selber entwickelt
haben. Weitere Informationen zum Planspiel hier.

American University Paris
Es ist immer eines der Highlights des Jahres: Unser mittlerweile
regelmäßiges Engagement an der American University
Paris (AUP). Im vornehmen 7. Arrondissement mit Blick auf
den Eiffelturm haben wir mit etwa 30 sehr motivierten Studierenden
des Studiengangs „Master in International Affairs“
zum mittlerweile fünften Mal ein Modul zu Konfliktmanagement
und Verhandlung durchgeführt. Das Modul besteht aus kleinen
und größeren Übungen und Inputs zu unterschiedlichen
Aspekten der Konfliktlösung und des guten Verhandelns.
Den Beginn machten einfachere Verhandlungsübungen u.a.
zu den Grundlagen des sog. Harvard-Konzepts.

Teil des Programms war auch das Planspiel „Panic on
Board“, dessen Grundidee Studierende der AUP vor einigen
Jahren in einer didaktischen Fortbildung mit uns entwickelt
hatten: Ein Flugzeug ist entführt worden, und die Regierungen
der betroffenen Staaten müssen unter hohem Zeitdruck
entscheiden, ob sie mit den „TerroristInnen“ (Foto)
verhandeln und inwieweit sie deren Bedingungen zu erfüllen
bereit sind. Innerhalb der Regierungen gibt es unterschiedliche
Lager, die Presse berichtet live und wartet auf Sensationsmeldungen...
In diesem Jahr gelang es den Beteiligten, die Krise zu entschärfen
und alle „Geiseln“ unverletzt frei zu bekommen
– eine lehrreiche Lektion über das Verhandeln in
Krisensituationen.
Außerdem galt es, in einer multilateralen Verhandlungsrunde
einen regionalen Konflikt um die Verteilung und Nutzung von
Wasserressourcen zu lösen. Hier ging es neben den inhaltlichen
Fragen auch um prozedurale Aspekte multilateraler Verhandlungen.
Die Teilnehmenden lernten, dass beide Aspekte eng zusammen
hängen und dass die Sitzungsleitung einen ungemein wichtigen
aber auch sehr anstrengenden Job hat...
Wieder einmal also ein sehr gelungener Workshop – und
das Nebenprogramm ist in einer Stadt wie Paris ja auch nicht
zu verachten. Bis zum nächsten Mal! (bjö - Nov
11)
In eigener Sache: Karten mit
Veranstaltungsorten von planpolitik
Seit Neuestem haben wir auf unserer Partnerseite
zwei Karten, auf denen sämtliche Veranstaltungsorte von
planpolitik in den vergangenen sechs Jahren markiert sind
– eine Karte für die Veranstaltungen in Deutschland,
die andere für die Seminare im Ausland. Bei einem Blick
auf die Deutschland-Karte fällt auf, dass wir einen deutlichen
Überhang an Veranstaltungsorten entlang eines Gürtels
haben, der sich von Schleswig-Holstein über das östliche
Niedersachsen und Thüringen nach Sachsen zieht –
wobei die zahlreichen Europa-Planspiele auf diese geographische
Konzentration sicherlich einen gewissen Einfluss haben. Auf
der Deutschlandkarte unterscheiden wir zwischen den Veranstaltungsformaten
(allerdings nicht nach Häufigkeit der Veranstaltungen,
da Berlin und Bonn sonst unverhältnismäßig
große Markierungen benötigt hätten…),
deren Verteilung Sie sich auch jeweils einzeln anschauen können.
Bei einem Blick auf die Weltkarte könnte man meinen,
dass wir eine starke Vorliebe für Mittelost-Europa, den
Nahen Osten und Ostasien haben. Dem ist nicht so! Wenngleich
wir in alle Länder, die wir im Rahmen unserer Arbeit
besuchen durften, sehr gerne gereist sind – wir würden
uns natürlich sehr über Einladungen nach Nord- bzw.
Südamerika oder Subsahara-Afrika freuen...
Herbstschule in
Teheran – Center for Global Politics
Mit zahlreichen, teils sehr zwiespältigen Eindrücken
kommen wir soeben (20. Oktober 2011) aus Teheran zurück,
wo wir (Christopher und Simon) ein Planspiel zur internationalen
Klimapolitik im Rahmen einer vom Center for Global Politics
(Berlin) organisierten „Herbstschule“ mit
angehenden iranischen Diplomaten und einigen deutschen Studierenden
durchgeführt haben. Jenseits einiger etwas verstörender
Eindrücke bleiben in erster Linie ausgesprochen positive
Erinnerungen an die Menschen und ihre überaus freundliche,
unaufdringliche und gelassene Art.

Es fällt sofort auf, dass Iraner offenbar selten die
Möglichkeit haben, mit Ausländern über ihr
Land zu sprechen. Entsprechend ist die erste Frage, egal ob
im Seminar, in der U-Bahn oder im Restaurant, eigentlich immer:
„How do you like Iran?“, die zweite: „What
do you think about politics in Iran?“ Aber im Gegensatz
zu vielen anderen Gegenden der Welt braucht man hier nicht
misstrauisch zu werden, dass die Person einem eigentlich etwas
verkaufen oder einen reinlegen möchte. Die Menschen,
die wir kennen gelernt haben, wollten sich einfach unterhalten,
wollten wissen, was man über das Land und die Leute denkt.
Dabei sind sie stets sehr höflich und respektvoll –
unabhängig von ihren Meinungen über den Iran und
über „den“ Westen – die übrigens
sehr weit auseinander gingen...
Abgesehen von diesen positiven Eindrücken war es für
uns besonders erfreulich, dass das Seminar sehr gut verlaufen
ist und sich alle aktiv an den Verhandlungen beteiligten.
In der Auswertungsrunde wurde mehrfach die Überzeugung
geäußert, dass man mit einem Planspiels sehr viel
lernen würde, sowohl Inhalte als auch Verhandlungsgeschick,
und dies zudem erfrischend anders als in einer klassischen
Vorlesung. Das scheint offenbar nach wie vor die mehr oder
weniger einzige Form der Wissensvermittlung an der dortigen
Ausbildungsakademie zu sein. Die angehenden Diplomaten wollen
sich nun dafür einsetzen, dass verstärkt auch praktische
und interaktive Elemente in die Ausbildung eingebaut werden.
Ob sie Erfolg haben werden? Das wissen wir nicht. In jedem
Fall ist es gutes Gefühl, wenn sich Menschen vom Nutzen
der Methode Planspiel überzeugen lassen – auch
und gerade in Ländern, wo sie noch praktisch unbekannt
ist. (sim. - Oktober 2011)
Der 80. Partner:
eed!
Der Evangelische Entwicklungsdienst (eed)
ist die mittlerweile 80. Partnerorganisation, für die
wir eine Veranstaltung angeboten haben - in diesem Fall eine
Fortbildung zur Methode Planspiel in Kooperation mit der giz
Anfang Oktober in der Nähe von Hamburg.

Dabei reichen unsere bisherigen Partner vom Auswärtigen
Amt bis zum Verein zur Förderung politischen Handelns
(vfh), von der Friedrich-Ebert-Stiftung bis zum Evangelischen
Kirchenkreis in Merseburg, und von der Freien Universität
Berlin bis zur Europäischen Kommission – die Liste
ist ebenso vielfältig wie unser Angebot. Für einige
Partner arbeiten wir seit Jahren sehr regelmäßig,
für andere hat es bisher nur zu einer gemeinsamen Veranstaltung
gereicht. Wir hoffen sehr, dass in den kommenden Jahren noch
einige neue Partner hinzukommen – der süddeutsche
Raum zum Beispiel ist bislang eindeutig unterrepräsentiert.
Und im Ausland hoffen wir seit Längerem auf eine Einladung
nach Sub-Sahara-Afrika, Lateinamerika und/oder in die USA…
Aber vor allem möchten wir uns bei allen bisherigen
Partnern sehr herzlich für das Vertrauen bedanken und
hoffen auf zahlreiche weitere gemeinsame Veranstaltungen!
(bjö - Oktober 2011)
Zum 20. Mal Planspiel Globalisierung
bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn!

Damals, als das Projekt planpolitik in den Kinderschuhen
steckte – im Herbst 2005 –, schrieben wir 300
Briefe an alle nur erdenklichen potenziellen Kooperationspartner,
um uns bekannt zu machen. Immerhin zehn Antworten bekamen
wir, drei davon mit erkennbarem Interesse. Das ist angeblich
eine gute Quote. Eine der drei Antworten kam vom Forum Jugend
und Politik der FES in Bonn.
Im Frühjahr 2006 führten wir dort die ersten beiden
Planspiele „Globalisierung“ für Jugendliche
durch – um dann im September 2011 dort das 20. Mal „Globalisierung“
bei der FES in Bonn zu feiern! Das Angebot wurde dann Schritt
für Schritt ausgeweitet, und schon bald dürften
wir dort zur insgesamt 50. Veranstaltung anreisen. Das nennt
man einen treuen Partner! Die Kolleginnen und Kollegen innerhalb
der FES haben schon oft gewechselt, und doch fühlen wir
uns im Veranstaltungsraum K1 mittlerweile wie zu Hause…
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Euch, FES!
(bjö. - Oktober 2011)
Sommerschule in Phnom Penh
Organisiert durch das Center for Global Politics (CGP) an
der FU Berlin haben wir nun zum mittlerweile 12. mal ein Modul
zu einer Sommerschule des CGP beigetragen – eine sehr
erfreuliche Zusammenarbeit, die uns schon an viele spannende
Orte in aller Welt gebracht hat. Diesmal also war Björn
in Phnom Penh, Kambodscha – für immerhin drei Tage.
Unter Klimaschutzgesichtspunkten natürlich ziemlicher
Irrsinn, aber nichtsdestotrotz eine spannende Reise mit vielen
Eindrücken. Das Planspiel („A peace plan for Fontania“)
war ein voller Erfolg, und am Ende der gespielten Friedenskonferenz
stand tatsächlich eine umfassende Einigung, die dem fiktiven
Land hoffentlich Frieden bringen wird...
Ansonsten zu berichten: Ein Land mit unglaublich freundlichen
Menschen, super Essen (Bananenblüten!), abgefahrener
Verkehr (man fährt entweder Tuk-Tuk
oder SUV) und einer sehr bewegten Geschichte. (bjö.
- August 2011)
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