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> In eigener Sache: Neuer Mitarbeiter

> Neues OGV-Planspiel zum „Six-Pack“ der EU-Kommission
> Fortsetzung der Planspielreihe im Europäischen Haus
> Zuschlag von EU-Kommission: Neue Planspiele für Grundschulen
> Train-the-trainer Workshop in Sarajevo

> Vier Tage Workshop in Tunis – Demokratie hautnah…
> „Was bringt mir Europa?“ – Schüler und Berfstätige im Gespräch
> „Changing Europe Summer School“ in Moskau
> 5 Jahre Bürogemeinschaft Friedelstraße 16
> Sommerschule in Amman

 

> Finanz-Workshop der neue Renner
> Modul "International Negotiation" für Online-Master-Studiengang aktualisiert
> Safer Internet Day 2012: Planspiel zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag
> American University Paris
> In eigener Sache: Karten mit Veranstaltungsorten
> Herbstschule in Teheran
> Unser 80. Partner: EED!
> Zum 20. Mal Planspiel Globalisierung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn!
> Sommerschule in Phnom Penh

   

 

In eigener Sache: Neuer Mitarbeiter
Erfreulicherweise geht das Jahr 2011 als bisher erfolgreichstes in die immer noch recht junge Geschichte von planpolitik ein. Beflügelt durch das gute letzte Jahr haben wir uns entschieden, mit Konstantin Kaiser unseren dritten festen Mitarbeiter einzustellen. Konstantin ist seit 2009 regelmäßig als freier Mitarbeiter für planpolitik im Einsatz, u.a. hat er das brandaktuelle Planspiel zur Schuldenkrise entwickelt. Er hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft studiert, liest aber - für einen Politologen nicht selbstverständlich - in der Zeitung immer zuerst den Wirtschaftsteil...

 

Neues OGV-Planspiel zum „Six-Pack“ der EU-Kommission
Im Auftrag der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland haben wir ein neues OGV-Planspiel zum Umgang der EU mit der Finanz- und Eurokrise entwickelt. In dem Planspiel geht es um die in der Realität bereits abgeschlossenen Beratungen zu den von der Kommission vorgelegten Finanzregulierungsmaßnahmen, kurz „Six Pack“ genannt. Wir sind gespannt, wie dieses recht anspruchsvolle Planspiel angenommen wird. Es existiert sowohl in einer Kurz-(3 Std.) wie auch in einer Langversion (7 Std.) und kann über die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland gebucht werden.


Fortsetzung der Planspielreihe im Europäischen Haus

Es geht weiter: Vor wenigen Tagen haben wir von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland den Zuschlag bekommen, im nächsten Jahr weitere 70 Europaplanspiele für Schülerinnen und Schüler im Europäischen Haus in Berlin durchzuführen. Zusätzlich zum bestehenden Angebot kommen 10 Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer hinzu, sowie die Neuentwicklung eines Planspiels zum Thema Finanz- und Wirtschaftskrise. Außerdem wird eines der Planspiele speziell für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen angepasst sowie eines für Hauptschülerinnen und -schüler. Wir freuen uns sehr, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeht!

Nähere Informationen über die Planspielreihe und Anmeldungen hier. Die Planspiele sind für die teilnehmenden Schulen kostenlos. (bjö. - Nov 11)


Zuschlag von EU-Kommission: Neue Planspiele für Grundschulen

Mitte Oktober haben wir von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland den Zuschlag erhalten, insgesamt 20 Planspiele an Grundschulen und 6 Planspiele an weiterführenden Schulen in Niedersachsen durchzuführen!

Auf Initiative des Europäischen Informationszentrums in der Niedersächsischen Staatskanzlei hatten wir im vergangenen Halbjahr erstmals Planspiele an Grundschulen durchgeführt – der erste Einsatz von planpolitik für diese Altersgruppe! Nach anfänglicher Skepsis, ob man das Thema Europa für Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren sinnvoll in Form eines Planspiels darstellen kann, waren die Veranstaltungen schließlich ein großer Erfolg. Nun soll es im kommenden Halbjahr eine neue Runde mit über 20 Planspielen geben. Wir freuen uns, dass die Altersspanne bei unseren Veranstaltungen nun von 8 bis 80 reicht. Noch kleinere Kinder haben wir zu Hause, an die müssen wir uns nicht auch noch beruflich annähern…(bjö. - Oktober 2011)

 

Train-the-trainer Workshop in Sarajevo

Im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bosnien-Herzegowina sowie der deutschen NGO pharos haben wir vom 28.-30. Oktober 2011 in Sarajevo einen Train-the-trainer Workshop für die Anleitung eines Planspiels zu Koalitionsbildung in einem multi-ethnischen Staat durchgeführt. Das Planspiel ist fiktiv, aber mit starken Parallelen zur politischen Realität in Bosnien-Herzegowina. Dabei geht es in erster Linie um die Frage, inwiefern sich politische Parteien eher über ihre ethnische Zugehörigkeit oder eher über ihre politische Ausrichtung hinsichtlich inhaltlicher Fragen definieren, und wie in diesem Spannungsfeld Regierungskoalitionen gebildet werden können.

Gleich nach Beendigung der Veranstaltung wurde erfreulicherweise die erste eigenständige Durchführung in Banja Luka im Dezember diesen Jahres vereinbart. Wir hoffen natürlich, dass noch zahlreiche Durchführungen folgen werden! (sim. - Oktober 2011)


Vier Tage Workshop in Tunis – Demokratie hautnah…

Wir waren vom 22.-25. September 2011 zum zweiten Mal auf Einladung der Friedrich Ebert Stiftung in Tunesien. Und seit dem letzten Mal hat sich sehr viel geändert! Das erste Mal waren wir hier im November 2010 – kein Mensch hatte damals geahnt, welche fundamentalen Veränderungen dem Land bevorstehen würden. Mit umso größerem Interesse haben wir aus der Ferne die Revolution im Januar 2011 verfolgt. Und sofort zugesagt, als die Anfrage kam, ob wir Interesse hätten, wieder nach Tunesien zu kommen, um zunächst eine Simulation durchzuführen, und zwar eines Wahlkampfes in einem fiktiven Land, das sich jedoch in einer ähnlichen Umbruchssituation wie Tunesien befindet; und anschließend eine Zukunftswerkstatt, in der die jungen Menschen Ideen und Vorschläge für die Zukunft ihres Landes entwickeln sollten. Wann hat man schon – aus einer recht stabilen, und bisweilen sehr behäbigen, westlichen Demokratie kommend – die Möglichkeit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, deren Land sich im Umbruch befindet und vor wegweisenden Entscheidungen hinsichtlich der Ausgestaltung des zukünftigen politischen Systems steht?

Es hat einige Zeit gedauert, bis aus der Idee ein konkretes Projekt wurde. Ende September 2011 waren wir endlich wieder da – die Revolution liegt nun neun Monate zurück, und die anfängliche Euphorie über die gewonnenen Freiheiten ist einer deutlich nüchterneren Sichtweise auf die aktuellen politische wie wirtschaftliche Situation im Land gewichen. Insbesondere die junge Generation, die eine der Haupttriebkräfte der Revolution war, ist enttäuscht über die wenigen Veränderungen, ist misstrauisch gegenüber der politischen Klasse.

Gerade vor diesem Hintergrund waren wir sehr gespannt, wie unser Angebot angenommen werden würde. Wenngleich die Teilnehmenden überwiegend Studierende aus höheren Gesellschaftsschichten angehören und man somit nicht von einem repräsentativen Abbild der tunesischen Gesellschaft sprechen kann, so waren doch sehr unterschiedliche Sichtweisen und Ideen über die Zukunft des Landes vertreten, nicht zuletzt im Hinblick auf die zukünftige Rolle religiöser Parteien.

Das Land steht gewissermaßen am Scheideweg, und bisher ist nicht klar, welche Richtung es nehmen wird. Die jüngsten Wahlen zur verfassungs-gebenden Versammlung haben erste Hinweise gegeben, wie die politischen Kräfteverhältnisse in der tunesischen Gesellschaft verteilt sind und, dass die gemäßigte islamische Partei Ennahda eindeutig die stärkste politische Kraft ist. Es bleibt zu hoffen, dass die junge Generation sich weiterhin einmischt, dass sie ihre Ideen für eine gerechtere und offenere Gesellschaft weiter trägt und dass sie sich nicht abschrecken lässt von den Realitäten des tagtäglichen politischen Geschäfts. Denn eine Demokratie braucht eine lebendige Zivilgesellschaft, die die Machthaber kontrolliert. Dass Demokratie anstrengend ist und viel Arbeit, Diskussion und Nerven fordert, macht die Teilhabe nicht weniger wichtig, im Gegenteil. (sim. - September 2011)

 

„Was bringt mir Europa?“ Schüler und Berufstätige im Gespräch

Es war ein spannendes Experiment, so heterogene Gruppen miteinander diskutieren zu lassen: SchülerInnen und junge Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Medien. Und mit einigem Abstand kann man sagen: Es ist aufgegangen!


(Foto: Thomas Kunsch)

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben wir mit den Schülerinnen und Schülern (12./13. Klasse) aus Gütersloh und Paderborn zunächst eine Zukunftswerkstatt zur Frage „Was bringt mir Europa?“ durchgeführt, an deren Ende konkrete Empfehlungen zu drei Politikbereichen standen. Diese bildeten die Grundlage für die Diskussionen zwischen SchülerInnen und Alumni drei Wochen später beim Netzwerktreffen der Europa-Sommerakademie der Bertelsmann Stiftung.

Die größte Herausforderung lag darin, die beiden Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen – die SchülerInnen mussten ihren großen Respekt vor den Alumni ablegen, während die Alumni ihrerseits sich auf die Empfehlungen der Schüler einlassen mussten. Fazit: Es hat besser funktioniert als wir erwartet hätten, was sicherlich daran lag, dass die Gruppe der Alumni mit 25 TN relativ klein war und somit eine gute Arbeitsatmosphäre entstand. Außerdem waren sich die Alumni darin einig, dass die Schüler sehr gut vorbereitet waren, was in allen vier Arbeitsgruppen eine Diskussion auf Augenhöhe ermöglichte. (sim. - Oktober 2011)


„Changing Europe Summer School“ in Moskau

Seit mittlerweile 6 Jahren sind wir fester Bestandteil der „Changing Europe Summer School“, organisiert durch Heiko Pleines von der Universität Bremen, in der Doktoranden ihre Forschungsprojekte vorstellen. Zu Anfang der Sommerschule führen wir jedes Mal ein Planspiel durch – dieses Mal in Moskau an der Higher School of Economics zum Thema Finanzkrise. Simuliert wurde ein Börsencrash – hat funktioniert! Die HSE zeigt sich interessiert an einer Fortführung der Kooperation. Wir hätten nichts dagegen. (sim. - August 2011)

 

5 Jahre Bürogemeinschaft Friedelstraße 16

Irre! 5 Jahre im hippsten Bezirk Berlins. Mittendrin unser „Ladenlokal-Büro“. Unser Übersetzer vom Dienst nennt es Detektivbüro, da er meint, wir säßen wie Detektive hinter der Scheibe und würden genau beobachten, wer wann und vor allem wie und mit wem vorbei läuft.

Uns entgeht nichts. Einige kommen jeden Tag. Manche grüßen. Türkisch haben wir von unserem Nachbarn gelernt, für den wir Amtsgänge klären. Große Freude bei ihm, dass wir die zumindest die Begrüßungsfloskeln auf Türkisch können. Cok güzel – sehr gut. Einige Neuköllner Ureinwohner kommen auch täglich vorbei. Manche nüchtern. Manche nicht. Aber immer freundlich. Das gilt auch für den Macher des Sex-Shop schräg gegenüber. Das Geschäft läuft allerdings nicht so prächtig. Was die Brezel-Company ebenfalls schräg gegenüber nicht von sich behaupten kann. Expansionskurs! Mittlerweile besetzen sie das gesamte Erdgeschoss des Eckhauses. Haben wohl u.a. die Brezel-Lizenz für das Olympiastadion. Jedenfalls kaufen wir bei den Brezelleuten fast täglich unser belegtes Brötchen – für 2,80 Euro. Das war früher auch mal anders.

Aber früher war hier im Kiez sowieso alles anders. Da mussten wir uns noch fast schämen dafür, dass wir unser Büro in der Friedelstraße haben. Heute würden uns im Zweifel einige Geld bieten, wenn wir unser Ladenlokal räumen. Tun wir aber nicht. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Gentrifizierungsdebatten hin oder her.

Sie sind und Ihr seid herzlich willkommen, vorbei zu kommen – wir sehen Euch garantiert durch unser großes Fenster! (sim. - August 2011)

 

Sommerschule in Amman, Jordanien

Jordanien - Land ohne Fußwege, Land der Temperaturunterschiede von 30 Grad zwischen Tag und Nacht und der besten Pizzabäcker südlich von Sizilien. Der erste Besuch durch planpolitik führte Christopher an die Deutsch-Jordanische Fachhochschule. Ein "Nicht Parken"-Schild verrät unmissverständlich, dass man angekommen ist. Und auch sonst mutet diese Einrichtung zwischen Jordanien und Deutschland manchmal skurril an: Porträts derzeitiger und kommender Könige blicken wohlwollend auf hervorragend Deutsch sprechende jordanische Studenten, unter denen viele verdächtig blonde Menschen sind.

Auch die Planspielgruppe war sehr gemischt: Neben Jordaniern und Syrerinnen waren einige Deutsche, aber auch Kanadier mit arabischem Hintergrund vor Ort, und von angehenden Übersetzerinnen über Ingenieure, Pharmazeutiker, Informatiker bis zu einigen Sozialwissenschaftlerinnen war so gut wie jede Richtung vertreten. Entsprechend vielfältig waren die Herangehensweisen, als es darum ging, "Wahlbetrug in Fontanien" zu diskutieren. Als Vertreter einer fiktiven Inotischen Union musste eine gemeinsame Position gefunden werden. An Temperament fehlte es selten, nur als nach dem Planspiel Parallelen zur realen Welt gezogen werden sollten - Stichwort Position der EU gegenüber Libyen -, wurde es leider schnell still.

Aber natürlich nicht nur, wie und ob kritisch diskutiert wird, auch bei der Gretchenfrage nach Alkohol und Abendprogramm werden sich die Unterschiede zwischen den Teilnehmern der Sommerschule in den verbleibenden anderthalb Wochen wohl bemerkbar machen. (chr. - September 2011)

 

 

 

Finanz-Workshop der neue Renner
Wie bereits berichtet, haben wir im Herbst 2011 im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung einen 2-tägigen Workshop zur Finanz- und Schuldenkrise für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt, u.a. mit zwei kurzen fiktiven Planspielen - eines zu einem Börsencrash, das andere zu einer Staatsschuldenkrise. Nachdem wir das Konzept im vergangenen Jahr zweimal bei der FES in Bonn getestet und anschließend überarbeitet haben, scheint sich der Workshop als neuer Renner in unserem Angebot zu etablieren. Allein in den kommenden zwei Wochen führen wir den Workshop insgesamt viermal durch.

In dem fiktiven Planspiel zur Eurokrise haben die Regierungen der beteiligten Länder die Aufgabe, in mehreren Runden ihre Haushaltspläne aufzustellen. In harten Verhandlungen mit innenpolitischen Akteuren wie dem Unternehmerverband, der Gewerkschaft oder dem Beamtenbund werden Steuern und Ausgabenprioritäten festgelegt und die Höhe der Neuverschuldung bestimmt. Ratingagenturen bewerten die Solidität der Haushaltspolitik.

Doch dann kommt ohne Vorwarnung die Krise. Die Staaten müssen ihre Banken retten und Konjunkturpakete verabschieden. Die Haushalte rutschen ins Defizit, die Ratings werden schlechter. Die "Rosanische Union" bietet sich als Notfall-Kreditgeber an, doch im Gegenzug verlangt sie ein Mitspracherecht in der Haushaltsplanung...

In Kombination mit unserem Finanzmarkt-Planspiel, in der ein Börsen-Crash simuliert wird, und einigen weiteren interaktiven Lernstationen, lernen Schülerinnen und Schüler, welche Ursachen die Finanzkrise hatte, worum es in der aktuellen Schuldenkrise um Griechenland und weiteren EU-Staaten eigentlich geht, und welche politischen Antworten es geben kann.

 

Modul "International Negotiation" für Online-Master-Studiengang aktualisiert
Seit 2007 unterrichten wir im Rahmen des Online-Masterstudiengangs International Relations an der Freien Universität Berlin ein englischsprachiges Modul zu internationalen Verhandlungen. Das Modul beinhaltet ibt einen umfassenden theoretischen Einstieg in die Materie, sowie einen großen praktischen Teil über Verhandlungen allgemein sowie insbesondere im internationalen Kontext. In den vergangenen Wochen haben wir die Inhalte umfassend überarbeitet und aktualisiert – es war erfrischend, nach all den Jahren auch einmal wieder wissenschaftlich zu arbeiten. Und wir spielen mit dem Gedanken, daraus eines Tages eine Veröffentlichung als Lehrbuch zu machen.

 

Safer Internet Day 2012: Planspiel zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag
Im Rahmen des Safer Internet Day 2012 am 7. Februar werden wir ein Planspiel zum Jugendmedienschutz im Brandenburgischen Landtag in Potsdam anleiten. Wir sind sehr gespannt auf dieses Planspiel, da wir zum ersten Mal seit Bestehen von planpolitik ein Planspiel anleiten werden, das wir nicht selber entwickelt haben. Weitere Informationen zum Planspiel hier.


 

American University Paris

Es ist immer eines der Highlights des Jahres: Unser mittlerweile regelmäßiges Engagement an der American University Paris (AUP). Im vornehmen 7. Arrondissement mit Blick auf den Eiffelturm haben wir mit etwa 30 sehr motivierten Studierenden des Studiengangs „Master in International Affairs“ zum mittlerweile fünften Mal ein Modul zu Konfliktmanagement und Verhandlung durchgeführt. Das Modul besteht aus kleinen und größeren Übungen und Inputs zu unterschiedlichen Aspekten der Konfliktlösung und des guten Verhandelns. Den Beginn machten einfachere Verhandlungsübungen u.a. zu den Grundlagen des sog. Harvard-Konzepts.

Teil des Programms war auch das Planspiel „Panic on Board“, dessen Grundidee Studierende der AUP vor einigen Jahren in einer didaktischen Fortbildung mit uns entwickelt hatten: Ein Flugzeug ist entführt worden, und die Regierungen der betroffenen Staaten müssen unter hohem Zeitdruck entscheiden, ob sie mit den „TerroristInnen“ (Foto) verhandeln und inwieweit sie deren Bedingungen zu erfüllen bereit sind. Innerhalb der Regierungen gibt es unterschiedliche Lager, die Presse berichtet live und wartet auf Sensationsmeldungen... In diesem Jahr gelang es den Beteiligten, die Krise zu entschärfen und alle „Geiseln“ unverletzt frei zu bekommen – eine lehrreiche Lektion über das Verhandeln in Krisensituationen.

Außerdem galt es, in einer multilateralen Verhandlungsrunde einen regionalen Konflikt um die Verteilung und Nutzung von Wasserressourcen zu lösen. Hier ging es neben den inhaltlichen Fragen auch um prozedurale Aspekte multilateraler Verhandlungen. Die Teilnehmenden lernten, dass beide Aspekte eng zusammen hängen und dass die Sitzungsleitung einen ungemein wichtigen aber auch sehr anstrengenden Job hat...

Wieder einmal also ein sehr gelungener Workshop – und das Nebenprogramm ist in einer Stadt wie Paris ja auch nicht zu verachten. Bis zum nächsten Mal! (bjö - Nov 11)

 

In eigener Sache: Karten mit Veranstaltungsorten von planpolitik

Seit Neuestem haben wir auf unserer Partnerseite zwei Karten, auf denen sämtliche Veranstaltungsorte von planpolitik in den vergangenen sechs Jahren markiert sind – eine Karte für die Veranstaltungen in Deutschland, die andere für die Seminare im Ausland. Bei einem Blick auf die Deutschland-Karte fällt auf, dass wir einen deutlichen Überhang an Veranstaltungsorten entlang eines Gürtels haben, der sich von Schleswig-Holstein über das östliche Niedersachsen und Thüringen nach Sachsen zieht – wobei die zahlreichen Europa-Planspiele auf diese geographische Konzentration sicherlich einen gewissen Einfluss haben. Auf der Deutschlandkarte unterscheiden wir zwischen den Veranstaltungsformaten (allerdings nicht nach Häufigkeit der Veranstaltungen, da Berlin und Bonn sonst unverhältnismäßig große Markierungen benötigt hätten…), deren Verteilung Sie sich auch jeweils einzeln anschauen können.

Bei einem Blick auf die Weltkarte könnte man meinen, dass wir eine starke Vorliebe für Mittelost-Europa, den Nahen Osten und Ostasien haben. Dem ist nicht so! Wenngleich wir in alle Länder, die wir im Rahmen unserer Arbeit besuchen durften, sehr gerne gereist sind – wir würden uns natürlich sehr über Einladungen nach Nord- bzw. Südamerika oder Subsahara-Afrika freuen...


Herbstschule in Teheran – Center for Global Politics

Mit zahlreichen, teils sehr zwiespältigen Eindrücken kommen wir soeben (20. Oktober 2011) aus Teheran zurück, wo wir (Christopher und Simon) ein Planspiel zur internationalen Klimapolitik im Rahmen einer vom Center for Global Politics (Berlin) organisierten „Herbstschule“ mit angehenden iranischen Diplomaten und einigen deutschen Studierenden durchgeführt haben. Jenseits einiger etwas verstörender Eindrücke bleiben in erster Linie ausgesprochen positive Erinnerungen an die Menschen und ihre überaus freundliche, unaufdringliche und gelassene Art.

Es fällt sofort auf, dass Iraner offenbar selten die Möglichkeit haben, mit Ausländern über ihr Land zu sprechen. Entsprechend ist die erste Frage, egal ob im Seminar, in der U-Bahn oder im Restaurant, eigentlich immer: „How do you like Iran?“, die zweite: „What do you think about politics in Iran?“ Aber im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden der Welt braucht man hier nicht misstrauisch zu werden, dass die Person einem eigentlich etwas verkaufen oder einen reinlegen möchte. Die Menschen, die wir kennen gelernt haben, wollten sich einfach unterhalten, wollten wissen, was man über das Land und die Leute denkt. Dabei sind sie stets sehr höflich und respektvoll – unabhängig von ihren Meinungen über den Iran und über „den“ Westen – die übrigens sehr weit auseinander gingen...

Abgesehen von diesen positiven Eindrücken war es für uns besonders erfreulich, dass das Seminar sehr gut verlaufen ist und sich alle aktiv an den Verhandlungen beteiligten. In der Auswertungsrunde wurde mehrfach die Überzeugung geäußert, dass man mit einem Planspiels sehr viel lernen würde, sowohl Inhalte als auch Verhandlungsgeschick, und dies zudem erfrischend anders als in einer klassischen Vorlesung. Das scheint offenbar nach wie vor die mehr oder weniger einzige Form der Wissensvermittlung an der dortigen Ausbildungsakademie zu sein. Die angehenden Diplomaten wollen sich nun dafür einsetzen, dass verstärkt auch praktische und interaktive Elemente in die Ausbildung eingebaut werden. Ob sie Erfolg haben werden? Das wissen wir nicht. In jedem Fall ist es gutes Gefühl, wenn sich Menschen vom Nutzen der Methode Planspiel überzeugen lassen – auch und gerade in Ländern, wo sie noch praktisch unbekannt ist. (sim. - Oktober 2011)

 

Der 80. Partner: eed!

Der Evangelische Entwicklungsdienst (eed) ist die mittlerweile 80. Partnerorganisation, für die wir eine Veranstaltung angeboten haben - in diesem Fall eine Fortbildung zur Methode Planspiel in Kooperation mit der giz Anfang Oktober in der Nähe von Hamburg.

Dabei reichen unsere bisherigen Partner vom Auswärtigen Amt bis zum Verein zur Förderung politischen Handelns (vfh), von der Friedrich-Ebert-Stiftung bis zum Evangelischen Kirchenkreis in Merseburg, und von der Freien Universität Berlin bis zur Europäischen Kommission – die Liste ist ebenso vielfältig wie unser Angebot. Für einige Partner arbeiten wir seit Jahren sehr regelmäßig, für andere hat es bisher nur zu einer gemeinsamen Veranstaltung gereicht. Wir hoffen sehr, dass in den kommenden Jahren noch einige neue Partner hinzukommen – der süddeutsche Raum zum Beispiel ist bislang eindeutig unterrepräsentiert. Und im Ausland hoffen wir seit Längerem auf eine Einladung nach Sub-Sahara-Afrika, Lateinamerika und/oder in die USA…

Aber vor allem möchten wir uns bei allen bisherigen Partnern sehr herzlich für das Vertrauen bedanken und hoffen auf zahlreiche weitere gemeinsame Veranstaltungen! (bjö - Oktober 2011)

 

Zum 20. Mal Planspiel Globalisierung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn!

Damals, als das Projekt planpolitik in den Kinderschuhen steckte – im Herbst 2005 –, schrieben wir 300 Briefe an alle nur erdenklichen potenziellen Kooperationspartner, um uns bekannt zu machen. Immerhin zehn Antworten bekamen wir, drei davon mit erkennbarem Interesse. Das ist angeblich eine gute Quote. Eine der drei Antworten kam vom Forum Jugend und Politik der FES in Bonn.

Im Frühjahr 2006 führten wir dort die ersten beiden Planspiele „Globalisierung“ für Jugendliche durch – um dann im September 2011 dort das 20. Mal „Globalisierung“ bei der FES in Bonn zu feiern! Das Angebot wurde dann Schritt für Schritt ausgeweitet, und schon bald dürften wir dort zur insgesamt 50. Veranstaltung anreisen. Das nennt man einen treuen Partner! Die Kolleginnen und Kollegen innerhalb der FES haben schon oft gewechselt, und doch fühlen wir uns im Veranstaltungsraum K1 mittlerweile wie zu Hause… An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Euch, FES! (bjö. - Oktober 2011)

 

Sommerschule in Phnom Penh

Organisiert durch das Center for Global Politics (CGP) an der FU Berlin haben wir nun zum mittlerweile 12. mal ein Modul zu einer Sommerschule des CGP beigetragen – eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit, die uns schon an viele spannende Orte in aller Welt gebracht hat. Diesmal also war Björn in Phnom Penh, Kambodscha – für immerhin drei Tage.

Unter Klimaschutzgesichtspunkten natürlich ziemlicher Irrsinn, aber nichtsdestotrotz eine spannende Reise mit vielen Eindrücken. Das Planspiel („A peace plan for Fontania“) war ein voller Erfolg, und am Ende der gespielten Friedenskonferenz stand tatsächlich eine umfassende Einigung, die dem fiktiven Land hoffentlich Frieden bringen wird...

Ansonsten zu berichten: Ein Land mit unglaublich freundlichen Menschen, super Essen (Bananenblüten!), abgefahrener Verkehr (man fährt entweder Tuk-Tuk oder SUV) und einer sehr bewegten Geschichte. (bjö. - August 2011)