Jedes Planspiel-Modul besteht aus drei Teilen: der inhaltlichen
Einführung, dem eigentlichen Planspiel und der Auswertung.
Vor dem Spiel erarbeiten sich die Teilnehmenden Kenntnisse
über den Konflikt bzw. der Verhandlungssituation. Jede Gruppe
erhält individuelle Informationen, etwa über die Interessen,
innenpolitische Zwänge oder potentielle „Verbündete“.
Ggf. können die Teilnehmenden in die inhaltliche Vorbereitung
einbezogen werden, z.B. durch die individuelle Recherche und Zusammenstellung
von Rolleninformationen.
Für das eigentliche Planspiel gibt es zwei Varianten:
Beim reinen Verhandlungsspiel wird eine Verhandlung simuliert,
an deren Ende die Verabschiedung eines gemeinsamen Abkommens, z.B.
einer UN-Resolution steht. Zwischen offiziellen Verhandlungsrunden
besteht die Möglichkeit, in informellen Gesprächen Kompromisse
zu suchen.
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Im aktionsorientierten
Spiel können die Akteure nicht nur verhandeln, sondern
zusätzlich durch offene oder verdeckte Aktionen den Verlauf
des Konflikts beeinflussen.
Am Anfang eines jeden Spiels steht für jede Gruppe die Entwicklung
ihrer Positionen und Ziele. Nicht alle Spielerinnen und Spieler
besitzen im Spiel dieselben Möglichkeiten, ihre Interessen
durchzusetzen, da die Macht zwischen den Verhandlungspartnern der
Realität entsprechend ungleich verteilt ist. Auch ein hoher
Zeitdruck ist intendiert, schließlich finden Verhandlungen
in der Realität häufig auch unter Stress statt.
Nach dem Spiel werden die Ergebnisse des Planspiels ausgewertet
und mit dem zuvor erarbeiteten Wissen verknüpft. Die Spielgruppen
vergleichen das Erreichte mit ihren ursprünglichen Zielen,
bewerten den Spielverlauf und entwickeln Optionen für die Lösung
des Konfliktes in der „realen Welt“. Die Spielerinnen
und Spieler setzen sich kritisch mit dem eigenen Handeln auseinander.
Auch das Verhandlungs- und Moderationsverhalten der Teilnehmenden
kann thematisiert werden.
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