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Politik ist Verhandlungssache: Wer bekommt was? Und wie viel? Es gilt, widerstreitende Interessen zu vereinen und Entscheidungen über die Verteilung von Geld, Macht, Sicherheit, Autonomie usw. zu treffen. Verhandlungen bestehen in der Regel aus dem zähen Ringen um kleine Fortschritte und Kompromisse. Für Unbeteiligte sind die Gründe für das Gelingen oder das Scheitern von Verhandlungen bzw. der Beilegung von Konflikten häufig schwer zu durchschauen. Welches strategische Kalkül leitet die handelnden Akteure? Welchen Spielraum haben sie gegenüber institutionellen, innenpolitischen und anderen Zwängen? Welche Verhandlungsstrategien sind Erfolg versprechend?


 

Eine spielerische Variante, die politischen Dynamiken hinter Konflikten und Verhandlungen zu verstehen, ist diese zu simulieren. Genau darum geht es bei Planspielen. In einer gewählten Verhandlungs- oder Konfliktsituation übernehmen die Mitspielenden für die Dauer des Spiels die Rolle eines für die Verhandlungen bzw. den Konflikt relevanten Akteurs. Dessen Standpunkt müssen sie überzeugend vertreten und in den Verhandlungen durchsetzen.

Eine Simulation kann die Realität natürlich nie perfekt abbilden. Ein Planspiel geht notwendigerweise mit einer gewissen Vereinfachung einher. Wir legen den Hauptakzent darauf, die entscheidenden Triebkräfte und Mechanismen politischer Entscheidungsfindung zu verdeutlichen. In der Realität werden zudem entscheidende Verhandlungsschritte meist informell ausgehandelt. Deswegen wird dieser Komponente im zeitlichen Ablauf unserer Planspiele der notwendige Platz eingeräumt.

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