Modulares Bildungsangebot für Jugendliche

„Auf der Flucht: Wieso, woher, was nun?“

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Was macht eigentlich das BAMF? Was ist eine Aufenthaltsgestattung? Dürfen Geflüchtete arbeiten? Warum sagen manche überhaupt Geflüchtete, andere Asylbewerber? Nicht alle diese Fragen kann man so ohne weiteres beantworten. Und wenn doch, ergibt sich oft direkt eine neue Frage.

Viele Fragen aufzuwerfen und Diskussionen anzuregen ist beim Thema Flucht, Asyl und Integration relativ einfach. Komplizierter wird es dann bei den Antworten, was für viele – und damit sind nicht nur Jugendliche gemeint – etwas Neues ist: Weder offizielle Stellen noch die Politik wissen häufig zum Ist-Zustand oder zu anstehenden Herausforderungen Konkretes zu sagen.

Das ist ungewöhnlich, bietet aber auch Chancen: Unser modulares Konzept „Auf der Flucht: Wieso, woher, was nun?“ lädt mit seinen sieben Bausteinen die Teilnehmenden ein nachzufragen, Ideen zu entwickeln und zu diskutieren. Den Auftakt der Veranstaltung macht das obligatorische Basismodul. Dabei werden die Teilnehmenden in einer Flucht-Kurzsimulation und an Wissensstationen ans Thema herangeführt. Die folgenden Module dienen dann der Vertiefung einzelner Aspekte und können nach Interessenlage und Zeitbudget zusammengestellt werden. Neben zwei Planspielen, die das Agieren der europäischen Staaten bzw. Aufnahmeprozesse im Lokalen in den Blick nehmen, lädt ein Modul zur Entwicklung eigener Veranstaltungen mit Geflüchteten ein. Auch ein Frage-Antwort-Modul gibt es, um typische Fragen von Jugendlichen nicht unbeantwortet zu lassen. Zusätzlich kann ein direktes Gespräch von Jugendlichen mit Geflüchteten eingeplant werden. Für mögliche Ablaufpläne sprechen Sie uns bitte direkt an.

Für Berliner Lehrer/innen besteht das Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bereich Jugend und Politik, die Veranstaltung an ihren Schulen durchführen zu lassen (Ansprechpartnerin: Yvonne Lehmann).

Fakten

Zielgruppe

Jugendliche ab 15 Jahren

Zielsetzung
  • Austausch mit Menschen mit Fluchterfahrung
  • Eigene Handlungskompetenz ausbauen
  • Erlebbaren Einblick in Fluchtprozesse geben Wissensvermittlung in Bereichen Fluchthintergründe, EU-Asylpolitik, deutsches Asylverfahren, Aufnahmegesellschaft
  • Politische Aushandlungsprozesse auf internationaler und lokaler Ebene
Auftraggeber/in

FES Berlin, FES Bonn

Dauer Veranstaltung

1-2 Tage

Anzahl der Teilnehmenden

20-34

Ort

bundesweit

Sprache

Deutsch

Kompetenzen

Stimmen

  • "Unter den Geflüchteten sind viele Kinder und Jugendliche, die damit auch den Alltag an den Schulen verändern. Somit erreicht das Thema Flucht und Migration ganz unmittelbar auch die Schulen und ist Teil gesellschaftlicher Diskussionen vor Ort. Wir wollen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und benutzen ganz verschiedenen Methoden, die alle zum gemeinsamen Mitmachen und Nachdenken anregen sollen. Den erhobenen Zeigefinger gibt es bei uns nicht."

    Yvonne Lehmann, Friedrich-Ebert-Stiftung