Workshop für Jugendliche macht komplexe EU-Zukunftsvisionen greifbar

Ein Blick in die Zukunft: EU 2025

  • © planpolitik/Helen Böhmler
  • © European Commission

Terrorgefahr, Brexit, Schließung der Grenzen, Eurokrise – die Schlagzeilen zur EU sind beunruhigend. Kommissionspräsident Juncker spricht gar von einer „mehrschichtigen Polykrise“. Viele sind der Meinung, dass sich fundamental etwas ändern muss. Doch wie kann eine erneuerte EU zukünftig konkret aussehen? Unser Workshop beantwortet die Frage zielgruppengerecht für Schüler/innen ab Klasse 10

Dass es in der EU nicht ganz rund läuft, hat die mangelnde Durchschlagskraft des bisherigen Krisenmanagements unmissverständlich deutlich gemacht. Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Die aktuelle, wohl schwerste Krise in der Geschichte der EU hat eine längst überfällige und ergebnisoffene Debatte zur zukünftigen Ausrichtung und Beschaffenheit der EU ins Rollen gebracht. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich die EU-Kommission selbst an dieser Diskussion beteiligt, z.B. durch die Veröffentlichung des  Weißbuch zur Zukunft der EU. Die EU der 27 im Jahr 2025 – Überlegungen und Szenarien im März 2017.

Im Workshop „Ein Blick in die Zukunft: EU 2025“ erleben Schüler/innen diesen aktuellen Prozess der Neuorientierung und Konsolidierung innerhalb der EU. Dabei werden abstrakte Konzepte und Visionen zur bevorstehenden Entwicklung der EU übersetzt in konkrete und für Schüler/innen greifbare Handlungsoptionen. So erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit der europäischen Integration auseinanderzusetzen, ohne über fundiertes Expertenwissen über den Status quo verfügen zu müssen. Zentrale Fragen sind u.a.: In welchen Politikbereichen soll die Zusammenarbeit intensiviert werden und in welchen nicht? Welche Auswirkungen hat ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ z. B. auf das Projekt eines sozialen Europas?

In einem Planspiel verhandeln Teilnehmende zunächst in den Rollen von Staats- und Regierungschefs und Abgeordneten des Europäischen Parlaments im Rahmen eines Zukunftskonvents. Nach dem Planspiel diskutieren die Schüler/innen dann aus ihrer eigenen Perspektive als EU-Bürger/innen die EU der Zukunft. Welches Europa wünschen sich die Jugendlichen? Wie können sie am Umgestaltungsprozess partizipieren und „ihr Europa“ verwirklichen? In einer Kampagne stellen sie ihre Visionen und Ideen am Ende des Workshops vor.

Fakten

Zielgruppe

Schüler/innen ab Klasse 10

Zielsetzung
  • Kenntnisse über den Status Quo und die Zukunftsszenarien der EU erlangen
  • Verständnis für die Komplexität politischer Entscheidungen auf EU-Ebene entwickeln
  • Auseinandersetzung mit der persönlichen EU-Vision
  • Eigene Handlungskompetenzen ausbauen
  • Verhandlungsgeschick und Argumentation trainieren
Auftraggeber/in

FES Forum Jugend und Politik, FES Hessen

Dauer Veranstaltung

1-2 Tage

Anzahl der Teilnehmenden

20-40

Ort

bundesweit

Sprache

Deutsch

Kompetenzen