Training eines Vernetzungskonzepts für Geflüchtete und Berliner Zivilgesellschaft

Erste Schritte in ein neues Leben

  • © Ajan Hannemann (Own work) CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Das Konzept, Teil 1: Interessen und Kompetenzen von Geflüchteten in Berlins größter Notunterkunft (NUK) erfassen. Das Konzept, Teil 2: Geflüchtete mit passenden Angeboten örtlicher Vereine und Organisationen zusammenbringen. Das Konzept, Teil 3: Gezielte fachliche Betreuung von Geflüchteten auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft. Unsere Aufgabe? Mit Mitarbeitenden der NUK Flughafen Tempelhof in Berlin das Konzept diskutieren und seine Umsetzung trainieren.

Allein der Ort ist eine Sache für sich: Im ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof befindet sich seit Herbst 2015 die größte Flüchtlings-Notunterkunft (NUK) Berlins, manche sagen gar Deutschlands. Zu Höchstzeiten waren dort über 2.500 Personen untergebracht und erhielten ein Bett, drei Mahlzeiten pro Tag und ein Dach über dem Kopf. Dieser Standard ist minimalistisch und eigentlich sollen in NUKs untergebrachte Geflüchtete diese so schnell wie möglich wieder verlassen können.

Was aber, wenn wie in der NUK Flughafen Tempelhof Menschen teils seit der Eröffnung dort leben – ohne Aussicht auf Umzug? Dann gilt es, nachhaltige Strukturen zu etablieren, die die Geflüchteten mit Angeboten des lokalen Umfelds vernetzen, z.B. in den Bereichen Freizeit, Arbeit oder Beratung. Nur so sind erste Schritte ins neue Leben möglich.

Konzepte dafür hat die Beratungsagentur trialog GbR im Auftrag der Betreiberin Tamaja GmbH seit Beginn des Jahres 2016 entwickelt. Von Beginn an waren wir mit trialog im Gespräch, um als Sparringspartner für Konzeptideen zu dienen und unseren Beitrag vorzubereiten: die Entwicklung eines Konzepts und die Moderation eines zweitägigen interaktiven Workshops für Mitarbeitende in der NUK. Da ging es dann um die Integration der Vernetzungsstrukturen in die Arbeitsabläufe und die Optimierung der Kommunikationsprozesse zwischen den unterschiedlichen Abteilungen.

Höhepunkt des Trainings war das Kurzplanspiel „Ehre oder Ärger – Freiwillige in der Geflüchtetenhilfe“ – eine lebhaft gespielte und an der einen oder anderen Stelle sicherlich etwas überspitzte Simulation der Arbeit mit Geflüchteten und freiwilligen Helfer/innen. Dass diese Arbeit ganz besondere Anforderungen an die Sozialteams und Ehrenamtskoordinator/innen in der NUK stellt, wurde im Laufe des Workshops immer wieder deutlich. Umso wichtiger, durch strukturierte Konzepte so viel Entlastung wie möglich zu bringen.

Fakten

Zielgruppe

Mitarbeitende in einer Flüchtlingsnotunterkunft

Zielsetzung
  • Vernetzungskonzept kennenlernen
  • Auseinandersetzung mit dem Arbeitsumfeld
  • Teambuilding
Auftraggeber/in

trialog GbR

Dauer Veranstaltung

2 Tage

Anzahl der Teilnehmenden

24

Ort

Berlin

Sprache

Deutsch

Kompetenzen