Ein Spieleentwicklungsworkshop zum Thema Flucht und Integration

Global Playgrounds

  • © Mike Bielski
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Deutschland und die Türkei sind Länder, die derzeit auf unterschiedliche Art vor der Herausforderung stehen, Geflüchtete in ihre Gesellschaften zu integrieren. Hier wie dort stellt sich die Frage: Wie kommt man im Alltag überhaupt mit Geflüchteten in Kontakt? Im Projekt Global Playgrounds der Türkisch-Deutschen Jugendbrücke wurden als Antwort auf diese Frage Spiel-Ideen entwickelt. Denn gespielt wird überall und oft können Spiele sogar Sprachbarrieren überwinden.

Übergeordnetes Ziel der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke ist, die Beziehungen zwischen Jugendlichen aus beiden Ländern zu vertiefen und Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Dazu initiiert die Jugendbrücke regelmäßig Projekte in Deutschland und der Türkei. Wir hatten das Vergnügen, einen Teil der vom Auswärtigen Amt finanzierten Projektreihe „Crossing the Bridge – Fostering Youth Mobility in Germany and Turkey“ mitgestalten zu können: Bei „Global Playgrounds – Game Design on Migration and Integration“ ging es darum, mit einer Gruppe von 12 türkischen und 11 deutschen Teilnehmenden im abgeschiedenen Baitz in Brandenburg Spiel-Prototypen zum Thema Flucht und Integration zu entwickeln und diese dann mit verschiedenen Personengruppen in Berlin anzutesten.

Klar, dass zu Beginn des fünftägigen Workshops das Teambuilding und die Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Integration im Mittelpunkt standen. Eine große Hilfe bei dieser internationalen Gruppe waren dabei die drei Dolmetscher, die üblicherweise die deutschen Minister/innen bei Türkeibesuchen begleiten und bei diesem Auftrag in einer vollkommen anderen Welt tätig waren.

Dank vieler Ideen und der Anleitung von drei professionellen Spiele-Entwickler/innen vom Center for Civil Society Studies der Bilgi-Universtität Instanbul standen am Ende des Workshops sechs funktionierende Prototypen, darunter auch Karten- und Brettspiele. Unter anderem in der Notunterkunft Tempelhof wurden sie mit Geflüchteten anschließend sofort getestet. Hier zeigte sich, dass Spielregeln tatsächlich auch ohne viele Worte und mit umso mehr Pantomime erklärt werden können – was beim Probelauf zu einer ausgelassenen Stimmung führte.

Im nächsten Schritt werden einige der Spiele produziert und an alle Beteiligten ausgeliefert. Die Spiel-Prototypen sind dann auch als pdf in unseren Downloadbereich zu finden. Unser Fazit: Spiele entwickeln ist gar nicht so ohne – funktioniert aber auch bestens in bi-nationalen Teams.

Herkese teşekkürler!

 

Fakten

Zielgruppe

Jugendliche aus Deutschland und der Türkei

Zielsetzung
  • Spiele-Entwicklung
  • Länderaustausch
  • Diskussion über die Integration jugendlicher Geflüchteter
Auftraggeber/in

Deutsch-Türkische Jugendbrücke

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland

Projektpartner/innen
Center for Civil Society Studies der Bilgi-Universtität Instanbul
Dauer Veranstaltung

1 Woche

Anzahl der Teilnehmenden

24

Ort

Baitz (Brandenburg) und Berlin

Sprache

Deutsch und Türkisch

Kompetenzen

Stimmen

  • Aus der Workshop-Evaluation:
    Ich bin sehr stolz auf unser Spiel!

  • Aus der Workshop-Evaluation:
    Eine tolle Gelegenheit, auf einer persönlichen Ebene mehr über die Türkei und Deutschland zu erfahren.

  • Aus der Workshop-Evaluation:
    Die Woche war zu kurz!

  • Aus der Workshop-Evaluation:
    Methoden = super! Dynamik = super!