Nachwuchsexpert/innen erleben die Arbeit des UNESCO-Welterbekomitees beim „Model World Heritage Committee“

Ist das Welterbe noch zu retten?

  • © Deutsche UNESCO-Kommission e.V. / Sarah Larissa Heuser
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Im Vorfeld der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn setzten sich 32 junge Expert/innen aus aller Welt mit dem Thema Welterbe auseinander. Neben Praxistagen im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrhein und Workshops mit internationalen Fachleuten stand an einem Tag das Planspiel „Model World Heritage Committee“ auf dem Programm, das planpolitik speziell für diesen Zweck entwickelt hat.

„I yield the floor back to the Chair!“ Mit sichtbarem Vergnügen übten sich die Teilnehmenden des Model World Heritage Committees in den Verhaltensregeln, die einer Sitzung des UNSECO-Welterbekomitees zugrunde liegen. Schließlich sollte die Simulation im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission so realistisch wie möglich ablaufen.

Der zu verhandelnde Fall jedoch ist fiktiv: Das Fonta Wildtierreservat, einziges Welterbe im fiktiven afrikanischen Staat Fontanien, ist akut bedroht durch Rohstoffabbau, ein Staudammprojekt sowie weitere Entwicklungsprojekte und nicht zuletzt Wilderei. Seit Jahren diskutiert das Welterbekomitee deswegen die Möglichkeit, das Reservat auf die Liste des gefährdeten Welterbes zu setzen – nicht als Strafe, sondern um auf dessen prekäre Situation aufmerksam zu machen und dringend notwendige Unterstützung für den Erhalt der Stätte zu mobilisieren.

In der simulierten Sitzung nahmen die Delegationen aus 21 Ländern Stellung und erarbeiteten gemeinsam einen neuerlichen Beschluss. Der IUCN (International Union for Conservation of Nature) trat als beratendes Gremium auf den Plan und Fontanien als wirtschaftlich sehr schwaches Land hatte die Möglichkeit, auf den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Schutz eines Welterbes hinzuweisen.

Als DIE große Herausforderung für die Delegierten stellte sich dann auch genau dieses Abwägen heraus. Entsprechend diskutierten die Teilnehmenden in der abschließenden Auswertung mit Carméla Quin von der UNESCO die Frage, welches Mandat aber auch welche Limitierung das UNESCO-Welterbekomitee hat, und glichen so die Simulation mit der Realität ab.

Fakten

Zielgruppe

Junge Expert/innen aus aller Welt

Zielsetzung
  • Verlauf einer Sitzung des Welterbekomitees kennenlernen
  • Sensibilisierung für Fragen des Welterbe-Schutzes
  • Verhandlungsstrategien
Auftraggeber/in

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

Dauer Veranstaltung

1,5 Tage

Anzahl der Teilnehmenden

32

Ort

Koblenz & Bonn

Sprache

Englisch

Kompetenzen