Ein Weltkonzern muss sich den globalen Herausforderungen stellen

Planspiel „Fonta Industries“

Multinationale Konzerne – das sind doch die, denen man mit Steuer- oder Umweltauflagen längst nicht mehr beikommt, deren Manager machen können, was sie wollen? Ja und nein. Im Planspiel „Fonta Industries“ stoßen alle an ihre Grenzen, seien es die Gewerkschaften, internationale Investoren oder das Management. Kann Fonta Industries überleben, und wenn ja, in welcher Form?

Der fiktive Großkonzern Fonta Industries mit den Sparten Fonta Services und Fonta Motors steckt aus verschiedenen Gründen in der Krise. Klar ist, dass dringend etwas geschehen muss, damit die Verluste nicht noch größer werden. Im Hintergrund lauert stets die Gefahr, dass ein Investor den Konzern übernimmt und zerschlägt.

Reflexartig greifen die das Management spielenden Teilnehmenden zum bekanntesten Kostensenker: Arbeitsplatzabbau! Zumindest überlegen sie es, bis nach einigen Diskussionen die Erkenntnis reift, dass auch Umsatz, Gewinn und Knowhow eng mit den Angestellten verknüpft sind. Dass auch die Gewerkschaften nicht machtlos sind, ist für viele junge Menschen etwas Neues. Wobei sich gleich wieder die Frage stellt: Wie solidarisch sind die Gewerkschafter untereinander? Es gibt Vertreter der beiden Hauptsparten von Fonta Industries, aber auch Vertreter der unterschiedlichen Standorte in zwei Ländern.

Während zwischen Management, Regierungsvertretern – die auch Anteile des Konzerns halten – und den Gewerkschaften nach Lösungen gesucht wird, schläft die Börse nicht. Ein Streik scheint möglich? Die Aktie fällt. Der Investor erhöht seinen Anteil, um auf der Hauptversammlung mitreden zu können? Nervosität oder Zuversicht können die Folge sein…

Egal, wie es um Fonta Industries am Ende steht: Die Teilnehmenden haben gelernt, dass bei Wirtschaftsentscheidungen im großen Maßstab immer Gewerkschaften und Politik mit einbezogen werden müssen – und dass das die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Nach dem Planspiel können je nach Lernziel deutsche, europäische oder globale Aspekte der Wirtschafts- und Sozialordnung thematisiert werden.

Fakten

Zielgruppe

Schüler und Schülerinnen (Sek II) und Studierende

Zielsetzung
  • Globale wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen
Auftraggeber/in

Konrad-Adenauer-Stiftung

Hertie School of Governance Berlin

Dauer Veranstaltung

1 Tag

Anzahl der Teilnehmenden

25-35

Ort

Königswinter und weitere Orte bundesweit

Sprache

Deutsch, Englisch

Kompetenzen