Mehr Programm, mehr Teilnehmende, und noch mehr Staatsschulden

Planspiel Wirtschaft: „Staaten in der Schuldenkrise“

Die Internatsschule Schloss Hansenberg und die Friedrich-Ebert-Stiftung Hessen lud uns ein, unseren Dauerbrenner Planspiel Wirtschaft „Staaten in der Schuldenkrise“ durchzuführen. Ein kleiner Härtetest, denn das dichte Programm von acht Uhr morgens bis sechs Uhr abends mit zwei Gastrednern und 65 ambitionierten Internatsschüler/innen forderte selbst uns alte Planspielhasen heraus.

Spielsetting Haushaltspolitik. Im Planspiel „Staaten in der Schuldenkrise“ kann zunächst viel Geld ausgegeben werden. Die beteiligten Gewerkschaften, Immobilienhaie, Beamte und Beamtinnen sowie ausländische Konzerne haben allesamt unterschiedliche Bedürfnisse: Steuern senken, Löhne erhöhen und Impulse für die Konjunktur geben. Geht nicht? Geht doch! Dank der Aufnahme von neuen Krediten kann die Regierung viele Bedürfnisse befriedigen.

In der zweiten von drei Runden lösen wir als Spielleitung einen externen Schock aus. Eine Bankenkrise bricht aus, deren Bekämpfung tiefe Löcher in die bereits angespannten Haushalte reißt. Nun muss gespart werden! Löhne runter, oder Steuern rauf? Zusätzlich mischen sich andere, externe Akteure ein. Rating-Agenturen und Vertreter/innen der gemeinsamen Währungsunion wissen nun vieles besser und setzen die Politiker/innen zusätzlich unter Druck. Die Schülerinnen und Schüler feilschen, überzeugen und werden vom Presseteam interviewt, welches regelmäßig die neuesten Nachrichten ausstrahlt. Ein reges Treiben – leider ohne Happy End.

Kann es überhaupt ein Happy End geben in der simulierten europäischen Staatsschuldenkrise? Diese Frage stellen wir in der Auswertung, und bei der Beantwortung helfen uns zwei Gast-Experten: Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Senior Expert bei PWC und Mitglied des Beratungsgremiums der EU-Kommission sowie Prof. Dr. Adalbert Winkler von der Frankfurt School of Finance & Management.

Am Abend sind alle erschöpft aber glücklich, und das auch ohne Happy End im Planspiel. Viele sagen uns im Anschluss, dass sie nun besser verstehen, wie stark Wirtschaft und Politik voneinander abhängen und worum es in der aktuellen Debatte um Euro- und Schuldenkrise eigentlich geht.

Fakten

Zielgruppe

Klasse 11 - 13

Zielsetzung
  • Grundsätze von Wirtschafts- und Haushaltspolitik erlernen
  • Nacherleben von innenpolitischen Konflikten unter dem Druck internationaler Institutionen
  • Routinierterer Umgang mit wirtschaftspolitischen Begriffen
  • Einordnung und Reflexion von Ursachen und Auswirkungen
  • Sensibilisierung für das Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaft und Politik
Auftraggeber/in

Internat Schloss Hansenberg

Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Hessen

Dauer Veranstaltung

5 h

Anzahl der Teilnehmenden

65

Ort

Internat Schloss Hansenberg, Hessen

Sprache

Deutsch

Kompetenzen

Stimmen

  • Ich hatte vorher keine Ahnung. Das Planspiel hat mir sehr gut geholfen einen Einblick in die Wirtschaftswelt zu bekommen. Ich kann jetzt vielmehr mit den Begriffen in den Nachrichten anfangen.

    Teilnehmer/in

  • Was ich in den Nachrichten über Wirtschaft sehe, sieht immer so verschreckend aus. Und die ganzen Zahlen habe ich nie verstanden. Jetzt habe ich gecheckt, dass das im Großen und Ganzen gar nicht so kompliziert ist.

    Teilnehmer/in

  • Ich habe mitgenommen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise für jeden begreifbar ist.

    Teilnehmer/in

In den Medien