planpolitiks erfolgreiche Beteiligung an einer Strategischer Partnerschaft

Erasmus+-Projekt „ImTeaM4EU“

„Bitte nicht noch eine Methodensammlung!“ So hieß es auf dem ersten Projektvorbereitungstreffen im Oktober 2013.  Schließlich fehlt es den Lehrer/innen nicht an Material, um Europa adäquat zu unterrichten – davon gibt es mehr als genug. Woran es oft mangelt, sind Methodenkompetenz, praxiserprobte Unterrichtsmodule und Erfahrung im Einsatz solcher Materialien. Gemeinsam mit zehn Partner/innen aus fünf Ländern haben wir seitdem im Rahmen des Projekts „Improving Teaching Methods for Europe“ (ImTeaM4EU) genau daran gearbeitet.

Unser Beitrag an dem Projekt sind komplette Unterrichtseinheiten zu drei Themenbereichen, die Lehrinhalte mithilfe kooperativer Methoden vermitteln. planpolitik hat zu jedem Thema ein Planspiel entwickelt und dabei einige Experimente gewagt.

So haben wir erstmals ein Planspiel gezielt für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht (Fach Englisch) entwickelt, bei dem die Teilnehmenden Lobbyarbeit für oder gegen die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln machen. Dabei ist die Aufgabe der EU-Kommission im Spiel, einen ausgewogenen Kompromissvorschlag für eine Verordnung zu erarbeiten. Um Vokabeln und Fachbegriffe zu lernen und zu üben, gibt es eine ergänzende Unterrichtseinheit zur Vorentlastung.

Auch für den MINT-Unterricht gibt es ein eigenes Planspielformat, das den Netzausbau in einer fiktiven Grenzregion in den Blick nimmt. Vertiefende Einheiten zur Vor- und Nachbereitung wurden von Lehrkräften aus dem Fachbereich Physik beigesteuert. Das Planspiel soll helfen, den klassischen MINT-Unterricht zu erweitern und die gesellschaftspolitische Tragweite der Inhalte offenzulegen.

Das dritte Planspiel schließlich soll Wege aufzeigen, kulturelle Vielfalt in der eigenen Kommune zu leben. In einer fiktiven Stadt entwickeln Jugendverbände eigene Projektideen. Ihre Skizzen müssen sie vor dem Stadtrat „pitchen“, um die begehrte Projektförderung zu erhalten. Parallel diskutieren die Lokalpolitiker/innen über das künftige Leitbild zur kulturellen Vielfalt in der Stadt.

Alle Planspiele sind flexibel für Lehrer/innen einsetzbar, für den fächerübergreifenden Unterricht geeignet und in längere Unterrichtsreihen eingebunden. Die verschiedenen Partnerorganisationen steuerten ihre Expertise bei: Das Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen hatte einen kritischen Blick auf Vorgaben der Rahmenlehrpläne, drei Lehreraus- und -fortbildungsstätten brachten ihre Erfahrungen in der Vermittlung von Methodenkompetenz an Lehrer/innen ein. Schließlich haben die Lehrer/innen von drei Schulen alle ausgewählten Methoden umgehend einem Praxistest unterzogen. Das Ergebnis: Sie funktionieren und sind unter www.imteam4.eu abrufbar.

Fakten

Zielgruppe

Lehrer/innen und Lehrer/innen in der Ausbildung

Zielsetzung
  • Siehe Projektauftrag
Projektpartner/innen
Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Düsseldorf
Europaschule Bornheim
Integrierte Gesamtschule Bergisch Gladbach-Paffrath (Europaschule)
Universität Maribor (Philosophische Fakultät)
Universität Torun (Philosophische Fakultät)
Pädagogische Hochschule Locarno
Deutsches Gymnasium Tallin
Projektauftrag/anforderungen

Erweiterung der Methodenkompetenz in der Lehreraus- und –fortbildung
Entwicklung eines innovativen, transnational einsetzbaren Methodenrepertoires
Förderung der sektorenübergreifenden Kooperation europäischer Lehrerausbildungszentren und Schulen

Projektlaufzeit

Oktober 2014 bis Oktober 2017

Sprache

Deutsch

Kompetenzen

Stimmen

  • Ich habe planpolitik bei einer Lehrerfortbildung kennengelernt und schnell gemerkt, dass planpolitik methodisch sehr gut arbeitet. Was mir wichtig ist – sie sind in der Lage, addressatenspezifisch zu arbeiten, mit Lehrkräften genauso wie für Schülerinnen und Schülern.

    MR Joachim Keferstein, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Referent für Realschulen und Europaschulen